Bronze Skulptur Die kleine Tänzerin

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  • (H x B x L): 32cm x 11cm x 11cm
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Produktinformationen "Bronze Skulptur Die kleine Tänzerin"

Bronze Skulptur Die kleine Tänzerin

Bronzeskulptur gegossen im traditionellen Wachsausschmelzverfahren mit einer leicht grünen Patinierung.


Modelliert von Edgar Degas. Es ist die einzige Skulptur, die bereits zu seinen Lebzeiten von ihm ausgestellt wurde. Ursprünglich in Wachs modelliert, bemalt und mit Tüll und Seide ausstaffiert. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts, nach seinem Tod, wurden seine Skulpturen in Bronze gegossen.


Edgar Degas, 1834 - 1917, Maler, Graphiker und Bildhauer, lebte und arbeitete - bis auf seine ausgedehnten Studienreisen nach Italien - in Paris. Erst mit beginnender Erblindung wandte sich der Maler und Impressionist Degas stärker der Bildhauerei zu. Nach seinem Tode fand man in seinem Studio hundertfünfzig Skulpturen-Modelle.

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Bronzeguss und Patinierung

Bronzeguss Bronzeguss Bronzeguss Bronzeguss Patinierung

Der Bronzeguss basiert auf einer jahrtausende alten, fast unveränderten, Technik. Von einem durch Künstlerhand gestalteten Modell oder einer Museumsvorlage wird von Formenbauern in verschiedenen Arbeitsgängen eine Silikonform hergestell.

Aus dieser originalgetreuen Negativform wird dann für jeden einzelnen Bronzeguss durch das Ausgießen mit flüssigem Wachs ein hohles, dünnwandiges Wachsmodell gefertigt.

Dieses Wachsmodell wird im nächsten Arbeitsgang - nach dem Gusskanäle, ebenfalls aus Wachs-, angefügt worden sind, mit Formkeramik ummantelt.

Anschließend wird das nun eingeformte Wachsmodell durch vorsichtiges, langsames Erhitzen in speziellen Trockenöfen bei ca. 700° C ausgeschmolzen und geht somit verloren (Man nennt dieses Verfahren auch das Verfahren des verlorenen Modells oder Wachsausschmelzverfahren).

In dem so entstandenem Hohlraum wird dann ca. 1250° heiße Bronze gegossen. Nach Erkalten der Bronze wird der Keramikmantel abgeschlagen.

Nach dem Entfernen der Keramik wird der Rohling gereinigt und die Gußkanäle abgetrennt. Anschließend wird er von Ziseleuren mit zum Teil sehr feinen Werkzeugen, Fräsen und Punzen, nachgearbeitet.

Der letzte Hauptbearbeitungsschritt ist das Patinieren. Eine oft nach alten, überlieferten Haus-Rezepturen hergestellte Patinalösung wird in Tauchbädern, per Pinsel oder Sprühen aufgetragen. Die Patina verleiht dem Kunstwerk dann seine individuelle Grundstimmung und trägt wesentlich zum Ausdruck des Objektes bei.

Edgar Degas

Edgar-DegasEdgar Degas (wozu er seinen Namen später ‚verbürgerlichte‘) wurde am 19. Juli 1834 als erstes der fünf Kinder von Auguste de Gas und dessen Frau Célestine Musson in Paris geboren. Degas wuchs in einem großbürgerlichen, den Künsten aufgeschlossenen Umfeld auf. Nach dem Besuch des Collège begann er auf Wunsch des Vaters ein Jura-Studium, das er jedoch schon bald wieder aufgab, um die Künstlerlaufbahn einzuschlagen. Der Vater unterstützte ihn dabei. Ab 1853 nahm Degas Unterricht bei dem Ingres-Schüler Louis Lamothe. 1855 besuchte er für kurze Zeit die École des Beax-Arts Danach zog er es vor, seine künstlerische Ausbildung auf eigene Faust weiterzuführen. In den Pariser Museen zeichnete er nach antiken Reliefs sowie nach den Vorlagen alter Meister.

1856 brach Degas zu der für bildende Künstler damals üblichen Studienreise nach Italien auf. Im April 1859 kehrte Degas nach Paris zurück. Er hielt nun seine Studienzeit für abgeschlossen und sich selbst für fähig, anspruchsvollere Projekte zu meistern.

Bis 1865 schuf er fünf Historiengemälde; eins davon, die Mittelache Kriegszene, aus, wo es bei Publikum und Kritik wenig Resonanz fand. Dies sowie die Zweifel, die ihm zuvor schon am Wert der Historienmalerei gekommen waren, veranlassten ihn, sich fortan ganz auf Themen des zeitgenössischen Pariser Lebens zu konzentrieren. Hilfreich war ihm dabei der erfahrenere Kollege Édourd Manet, den er bereits Jahre zuvor beim gemeinsamen Kopieren im Louvre kennengelernt hatte. Darüber hinaus kam er in Kontakt mit weiteren modernen Künstlern und Schriftstellern wie Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir und Èmile Zola. Von Bedeutung für seine weitere künstlerische Entwicklung wurde vor allem die Bekanntschaft mit dem Schriftsteller und Kunstkritiker Edmond Duranty. Von 1866 bis 1870 stellte er weiterhin alljährlich im Salon aus.

1872/73 reiste der Maler nach New Orleans, wo seine zahlreichen Verwandten mütterlicherseits lebten. Im nächsten Jahr starb der Vater.

1874 organisierte Degas gemeinsam mit einer Gruppe fortschrittlicher Künstler die erste einer Reihe von Ausstellungen, die später als ‚Impressionisten-Ausstellungen‘ bekannt werden sollten. Sie wurden in der Absicht ins Leben gerufen, das Ausstellungs-Monopol des etablierten ‚Salon‘ zu brechen. Degas nahm mit einer Ausnahme an allen acht Ausstellungen, die bis 1886 stattfanden, teil. Dabei machte er sich um die Vorbereitung und Organisation verdient, verursachte aber andererseits mit seiner Kompromisslosigkeit und seinem mangelnden Verständnis für die Belange der übrigen Teilnehmer vielerlei Spannungen und Streitereien.

In den 1890er Jahren entwickelte sich Degas zu einem begeisterten Fotografen; vorzugsweise porträtierte er Menschen aus seinem Umfeld. Die Ergebnisse stellte er 1895 aus.

Degas blieb unverheiratet. Über Beziehungen zu Frauen ist nichts bekannt, was den Zeitgenossen zu mancherlei Gerüchten Anlass gab. In seinen späteren Jahren bewirkte seine oft schroffe und boshafte Art, verbunden mit eigener Empfindlichkeit, dass sich Bekannte von ihm abwandten. Degas war ein heftiger Antisemit. In der Dreyfus-Affäre, die ab 1894 die Nation polarisierte, nahm er Partei gegen den beschuldigten jüdischen Offizier, was ihn viele Freundschaften kostete, darunter die zu dem Malerkollegen Camille Pissaro. Auch veranlassten ihn die Geschehnisse um die Affäre, mit besonders engen Freunden, einer Familie jüdischer Herkunft, zu brechen.

Die Sehkraft des Malers ließ mit den Jahren immer mehr nach. Deshalb war er um 1892 gezwungen, die Ölmalerei einzustellen. Gegen 1908 fertigte Degas seine letzten Pastelle und Zeichnungen an, beschäftigte sich jedoch noch einige Zeit mit Skulpturen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er, vereinsamt und fast blind, in der Obhut einer Nichte. Edgar Degas starb am 27. September 1917 an einer Gehirnblutung.

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